Limesrundweg

Unterhalb finden Sie einen Pressetext zu dem im Bild blau dargestellten Limesrundweg in Echzell.

Neuer Limesrundweg eröffnet

Gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Mogk und Cornelia Dörr, Geschäftsführerin der Tourismus-Region Wetterau, stellte Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal kürzlich den Limesrundweg vor. Der rund einen Kilometer lange Weg durch den Echzeller Wald bietet die Möglichkeit, die Geschichte der Eisen-, Bronze und Römerzeit vor Ort zu erfahren.

Gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Mogk und Cornelia Dörr, Geschäftsführerin der Tourismus-Region Wetterau, stellte Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal kürzlich den Limesrundweg vor. Der rund einen Kilometer lange Weg durch den Echzeller Wald bietet die Möglichkeit, die Geschichte der Eisen-, Bronze und Römerzeit vor Ort zu erfahren.

Rechtzeitig zu Ostern wird der Weg mit Täfelchen des Vogelsberger-Höhen-Clubs (VHC) ausgeschildert. Lindenthal wies bei der Vorstellung darauf hin, dass sich in Echzell mehrere Fundstellen des Welterbes Limes konzentrieren. Darunter sei neben einem kurzen, sehr deutlich erhaltenen Stück der Grenzbefestigung auch ein kleines Kastell, das unmittelbar an der Grenzlinie lag und trotz der Nähe zur großen Siedlung in Echzell über ein eigenes Bad verfügte. Lindenthal vermutet, dass das Kastell einen Übergang durch den Limes markierte.

Auf diese, wie auch auf andere archäologischen Fundstellen in dem Waldstück machen jetzt große Informationstafeln aufmerksam, die Zusammenhänge vermitteln und auch auf Bodendenkmäler hinweisen, die der Laie nicht sofort als solche erkennt. So sind in unmittelbarer Nähe des erhaltenen Limesabschnitts einige Erdhügel im Wald zu erkennen. Es handelt sich um Hügelgräber aus der Bronze-, Eisen- und Hallstatt-Zeit. Auf der dazugehörigen Tafel werden der Aufbau solcher Gräber und der kulturelle Hintergrund erklärt. "Diese Gräber haben wir in der ganzen Wetterau", stellt Lindenthal fest. Doch in intensiver genutzten Bereichen der Region seien sie zum Beispiel durch Landwirtschaft im Laufe der Jahrtausende zerstört worden.

Der Echzeller Limesrundweg ist als lokale Schleife ein Teil des Limeswanderweges. Cornelia Dörr begrüßt, dass durch den Rundweg Aufbau und Geschichte der römischen Grenzbefestigung in Echzell erfahrbar werde. Der Limes sei ein verbindendes Element von hoher Bedeutung.

"Jedes Dorf hat für sich allein zu wenig", erklärt Mogk, dass die Verknüpfung verschiedener Angebote die Attraktivität der ganzen Region steigere. Der Rundweg liege in unmittelbarer Nähe zu den Wohnmobilstellplätzen an der Horlofftalhalle. Mogk sieht ihm ein weiteres touristisches Angebot in der Gemeinde, die an historischen Zeugnissen – gerade auch der römischen Besiedlung – reich sei.

Nach der Besichtigung der Fundstellen am Rundweg könnten interessierte Besucher nach Anmeldung (Tel. 0 60 08/405) im Museum in der Ortsmitte mehr über die Geschichte der Gemeinde erfahren.
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